Länderfokus: Japan / Country Focus: Japan

Specials
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Dissection and Accumulation, Concrete and Abstract
Kuratiert von Keitaro Oshima

Filmkünstler finden oft neue Ästhetiken und Bedeutungen, wenn sie bestehende Normen und Gegebenheiten einreißen. Man kann unsichtbare Sinneseindrücke und Ansichten durch Rhythmus visualisieren oder indem man Fragmente und abstrakte Elemente konstant anhäuft.
In diesem Programm sollte man bei den japanischen Experimentalfilmen genau hinsehen, wie sie nonverbal den unsicht- baren Druck der heutigen Zeit und die Reaktionen darauf zeigen.
Keitaro Oshima wurde 1977 in Kushiro, Japan, geboren, er lebt in Sapporo.
Als Student war er bereits im Bereich der visuellen Medien aktiv, als Künstler setzt er den Schwerpunkt auf die Themen Demontage und Rekonstruktion der Komposition des bewegten Bildes. Er benutzt die visuellen Medien als Werkzeuge für seinen persönlichen Ausdruck und ist an örtlichen Aktivitäten mit Filmvorführungen und Workshops beteiligt. Er war von 2012/2013 Fellow der Kunsthochschule für Medien Köln. Derzeit lehrt er an der Hokkaido Information University.

Filmwinter-Palais – Saal Pipilotti

Filmwinter-Palais

Konrad-Adenauer-Straße 2, 70173 Stuttgart

U-Bahn, Bus: Haltestelle Charlottenplatz

MAZE LUNA (aka Don’t Mix it) – Digital Noize Version

Japan 2008, digital translation from original 16 mm, 5:00 Min.
Regie: Jun’Ichi Okuyama

Schaut euch diesen Film an! Die Visuals sind „tica-tica“. Die Sounds sind „botsu-botsu“. Schwarze Dots sind der Entwickler, weiße Dots der Fixierer. Dieser Film entstand durch das direkte Auftragen von Entwickler und Fixierer auf unbelichtetes Filmmaterial nach dem Motto: „Setzt die Arbeiten der Dunkelkammer dem Tageslicht aus!“.

datum point

Japan 2015, 6:41 Min.
Regie: Ryo Orikasa

Yoshiro Ishihara (1915–1977) tauchte Mitte der 1950er Jahre in der japanischen Dichterszene auf und ist bis heute mit seinem „Gedicht der Stille“ in Erinnerung geblieben. Er hat gesagt: „Ein Gedicht ist der Impuls, dem Schreiben zu wider- stehen.“ Dies ist ein Versuch, die Landschaft dieses Gedichts aufzusuchen.

Curtain Curtain Curtain

Japan 2014, 5:43 Min.
Regie: Rieko Ouchi

Vielleicht ist etwas Verstecktes im Alltagsleben. Ich benutze die Gewohn- heit, meinen Arm mit den Fingernägeln zu kratzen, und Vorhänge, um diese Gefühle figurativ darzustellen. Ich habe statische und aktive Szenen kombiniert, um den Unterschied zwischen Kontrolle und Kontrollverlust widerzuspiegeln, die Reaktion der Wahrnehmung und die Entfremdung.

AST*RISK

Japan 2017, 7:09 Min.
Regie: Kotaro Tanaka

Wir leben nach verschiedenen Vorschriften. Die Prozeduren beim Verteidigen unserer Rechte führen zu merkwürdigen Phänomenen. Je mehr wir etwas verstecken, desto mehr wollen wir es sehen. Eine weitere Bedeutung entsteht aus dem Verstecken von etwas, aber nicht von dem Versteckten, sondern dem Akt des Versteckens.

Debris

Japan 2018, 10:00 Min.
Regie: Keitaro Oshima

Film- und Fotoabfälle sammeln sich an und erzeugen schließlich neue Szenen.

Unfamiliar One

Japan 2017, 8:50 Min.
Regie: Ryoya Usuha

Eine alltägliche Geschichte in einer ungewohnten Welt.

Eye know

Japan 2014, 3:00 Min.
Regie: Hiroshi Kondo

Das Straßenlicht erhellt die Stadt.
Es zieht auch die unterschiedlichsten Formen an.

Last Angel

Japan 2014, 33:00 Min.
Regie: Takashi Ito

Während der Film dem bekannten Narrativ eines Beziehungsdramas folgt, erzählt er nicht nur eine einzige Ge- schichte. Er fächert sich auf und wirkt wie ein Film, der in ein Meer aus chaotischen Bildern geworfen wurde. Ist sie meine Halluzination? Bin ich ihre Halluzination? Diese Trennlinie wird unscharf und die Existenzangst wächst kontinuierlich.